Design bleibt menschlich.
Gedanken
21.11.2025

Design bleibt menschlich.

Maschinen können Daten analysieren, aber keine Emotionen spüren. Sie können Lösungen berechnen, aber kein divergentes, assoziatives Denken ersetzen. Kreativität entsteht dort, wo Menschen um die Ecke denken, Unschärfe zulassen und mutige Experimente wagen. Künstliche Intelligenz kann Prozesse unterstützen – aber nicht die Haltung, die Gestaltung ausmacht. Design bleibt eine menschliche Praxis: denkend, fühlend, entscheidend.

Ein Vergleich, der es für mich auf den Punkt bringt:

KI ist für mich wie diese Getränke, die eine Mahlzeit ersetzen sollen. Ja, man ist danach satt. Man spart Zeit, weil man nicht kochen muss. Und es ist darin angeblich alles enthalten, was der Körper braucht.

Aber diese Drinks ersetzen keine Tischkultur. Kein gemeinsames Essen. Kein Zubereiten, Würzen, Abschmecken und Genießen. Sie ersetzen nicht das Lieblingsgericht, nicht das Kinderessen. Es gibt durch sie keine Gespräche, kein Lachen am Tisch und auch nicht den Duft von gebratenen Zwiebeln an den Händen. Es gibt keine Rest vom Vortag, die plötzlich noch besser schmecken.

Ja, man wird satt, aber auf Dauer fehlt etwas. Das Erlebnis, das Leben fehlt.

So empfinde ich KI im kreativen Prozess: Sie kann Bilder, Texte, Strategien und Codes und vieles mehr – mal besser mal schlechter – erstellen. Was heute noch nicht funktioniert, wird morgen vielleicht möglich sein. Bei aller Optimierung, die KI mit sich bringt, ersetzt sie nicht das, was gestalten wirklich ausmacht: Erfahrung, Gespür, Handwerk, Mut.

Menschliche Kreativität ist nicht automatisierbar

Kreative Leistung ist kein Zufallsprodukt, sondern speist sich aus Erlebnissen, Beziehungen und Emotionen, Fragen, Zweifeln und Gesprächen, Kindheitserinnerungen, kultureller Prägung, Popkultur und Krisen.

In meinem Alltag, im Austausch mit Kund:innen, Kolleg:innen und Freund:innen begegne ich Geschichten, Gefühlen und Gedanken: nah, echt und unaustauschbar. Eine KI kann nachahmen, aber nicht selbst erleben. Hierin liegt der Unterschied.

Warum künstliche Intelligenz kreatives Denken nicht ersetzen kann

Der kreative Prozess bedeutet sich in Probleme hineinzudenken, Perspektiven zu verschieben, Zwischentöne zu hören. Kreatives Denken ist Intuition, Empathie, Sackgasse, Bauchgefühl und unplanbare Heureka-Momente. Es entstehen Lösungen, die durch Menschen eine Bedeutung bekommen.

Kreativität transportiert rationale Sachverhalte in emotional ansprechende und überzeugende Erlebnisse.

Ich nutzte KI. Natürlich. Denn sie beschleunigt, sortiert und öffnet Optionen. Aber sie ersetzt nicht das kreative Denken. Kreativität wird in meinen Designprozessen immer menschlich sein: denkend, fühlend, entscheidend.


Gute Gestaltung beginnt mit einem guten Gespräch.

Ein erstes Gespräch ist oft der Anfang klarer Gedanken und neuer Perspektiven. Ein kurzer Austausch schafft Orientierung und zeigt Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf.

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